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Kaarster Straße 51-53, Kaarst-Holzbüttgen, Montag-Freitag 8-15 Uhr    Tel.: 02131 – 450 8930    

„Unser“ erstes Regal !

Stolz wie Bolle waren wir, als wir im Oktober 2014 „unser“ erstes Regal im Einzelhandel bestücken konnten. Thomas Röttcher von REWE Röttcher in Kaarst war der Erste, der unsere Produkte in sein Sortiment aufnahm, und das kam so: 

Wir hatten unseren ersten „offiziellen“ Auftritt bei Kaarst Total und hatten zwei Tage lang Produkte probieren lassen und gut verkauft. Wir waren schon beim Abbau nach langen Stunden und vielen Kundengesprächen, als REWE-Händler Thomas Röttcher unseren Stand sah und uns, beinahe im Vorübergehen, zurief: Wir müssen mal miteinander reden! Gesagt, getan, nur wenig später hatten wir einen Termin mit ihm und er zeigte uns, wo er unsere Produkte in seinem Markt an der Neusser Straße präsentieren wollte. Unser erstes eigenes Regal! 

Kaum war das Regal dann frisch bestückt, mussten wir es natürlich sofort fotografieren. Und siehe da, bei diesem Foto schob sich direkt der erste Kunde ins Bild, der sich für unsere Produkte interessierte und dann, nach eingehender Beratung durch uns, auch kaufte. 

Könnt ihr euch das Hochgefühl vorstellen, das wir an diesem Tag hatten?

Wie alles anfing – Erinnerungen an das Gründungsjahr

PAUL kocht haben wir von Anfang an als soziales Projekt gegründet – warum eigentlich? 

Wenn die Kinder flügge werden, wenn sich die Schulzeit dem Ende zuneigt und die Frage nach einem Berufswunsch ansteht, dann ist das für alle Familien eine bedeutsame Zeit. Jetzt müssen Entscheidungen getroffen werden, die langfristige Auswirkungen auf den Lebensweg und die Lebenszufriedenheit des jungen Menschen haben können. Dies gilt für Familien mit einem Kind mit Behinderung ebenso oder noch mehr. Denn auch dieser junge Mensch hat Träume und Wünsche und möchte einen Platz im Leben finden, an dem er „richtig“ ist. Das ist aber für Menschen mit Behinderung um vieles schwerer! Vielleicht passen die Fähigkeiten (vermeintlich) nicht zu den Träumen, vielleicht gibt es körperliche Einschränkungen, vielleicht kann ein Bildungsabschluss nicht erreicht werden, vielleicht scheint der junge Mensch für Erwerbsarbeit gar nicht geeignet? Ob inklusiv beschult oder an einer Förderschule, nach der Schulzeit scheint die Arbeitswelt keinen Platz für Menschen zu haben, deren Möglichkeiten beschränkt sind. Der einzige Weg scheint dann in die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) zu führen. Aber muss das der einzig mögliche Weg bleiben?  Wir wollten für unsere Kinder und für andere etwas Neues schaffen, einen Arbeitsort, an dem das Arbeiten Spaß macht und man gleichzeitig Produkte schafft. Einen Ort, an dem man VERSTEHEN kann, was man da tut und warum man es tut. Es sollte ein Produkt sein, das positiv ist, das Kunden begeistern kann und immer wieder gebraucht wird. Es sollten Lebensmittel sein!  Und so kam es, dass wir 2014 die GEMEINNÜTZIGE GmbH PAUL kocht gegründet haben. Um Menschen mit Behinderung einen Platz mitten im (Arbeits-) Leben zu geben, an dem sie mit Begeisterung und all ihren Möglichkeiten mitarbeiten können. Heute haben wir eine florierende Manufakturküche, vertreiben rund 30 verschiedene Produkte über den Lebensmitteleinzelhandel, haben jeden Tag Mittagsgäste, sehr viele Stammkunden, eine ständig wachsende Zahl von Cateringkunden, viel Spaß bei der Arbeit miteinander – und noch ganz viel vor!
Menschen mit Beeinträchtigung