Paul kocht Logo

Kaarster Straße 51-53, Kaarst-Holzbüttgen, Montag-Freitag 8-15 Uhr    Tel.: 02131 – 450 8930    

Der (Neu) Anfang

Während meiner Tätigkeit als Ausbilder für junge Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung bei einem Bildungsträger fehlte mir zunehmend der operative Teil meines Arbeitstages. Meine innere Stimme  sagte mir immer lauter: Ich muss wieder an den Herd! 

Bei meiner Suche bin ich auf PAULkocht gestoßen. Nachdem ich den Internetauftritt von PAUL recherchiert hatte, hat mich insbesondere die Vielfältigkeit der Aufgabe angesprochen – die Bewerbung ging raus. Keine Woche später saß ich dann in der brütend heißen Manufaktur (Ihr wisst – egal ob Sommer oder Winter, bei uns ist es immer kuschelig warm wink) beim Vorstellungsgespräch.

Mein Name ist Lars Döbel, 37 Jahre jung. Meine Ausbildung zum Koch habe ich 2007 in der Selbiger Schmiede in Effeld, ein Jahr nach Alexander Wulf (heute Troika Erkelenz) abgeschlossen. Was folgte, waren die klassischen Wanderjahre als Koch und damit Einblicke in diverse Unternehmen von der Kleinstküche als Alleinkoch bis hin zur Seniorenverpflegung in einer Großküche, über Saisonarbeit in Österreich und der Schweiz bis zum Ausbilder bei einem Bildungsträger.

Vertragsunterzeichnung

Noch vor meinem 1. Arbeitstag bei PAUL konnte ich die Belegschaft kennenlernen. Selbstverständlich auch unsere immer authentischen Zielgruppenmitarbeiterinnen, die sich eine Arbeit ohne ihren gewohnten Küchenchef noch gar nicht vorstellen konnten. 

In meiner ersten Arbeitswoche zeigte sich dann, dass gastronomische Gelassenheit irgendwie in Fleisch und Blut übergeht und einen auch durch einen stressigen Anfang tragen kann.  Meine Einarbeitung, Kennenlernen der Räumlichkeiten, Auffinden von Lebensmitteln, Küchenutensilien und Umsetzung der aktuellen Wochenkarte – all das wurde, (krankheitsbedingt) anders als geplant, aber mit unglaublich toller Unterstützung von den Kolleginnen und auch von unser Zielgruppenmitarbeiterinnen Carla, Constanze und Pia als super Teamleistung bewältigt. 

Die folgenden Tage und Wochen wurden dann entspannter. Es ging an die ersten Produktionen, die ersten Caterings und die ersten eigenen Wochenkarten. In dieser Zeit beobachtete ich meine besonderen Mitarbeiterinnen und war beeindruckt, wie befähigt jede Einzelne für sich und nach Ihren individuellen Möglichkeiten ist. 

Da ist wohl viel gezeigt und geschult worden. Vielen Dank Herr Volmer für Ihre Vorarbeit – ich mach dann mal weiter! 

 

Der Frosch und die Kröte

Wie fängt man an, wenn ein tolles Gründungsteam da ist, die ersten Produkte entwickelt…

und produziert werden, es aber noch an den eigenen Räumen fehlt? Wir kochten in der ersten Zeit in der Küche eines befreundeten Hotels, suchten  parallel nach den eigenen Räumlichkeiten, wollten aber unsere Idee und unsere Produkte schon früh sichtbar machen. 

Also suchten wir nach einem Foodtruck. Individuell und fröhlich sollte er sein, und auf Straßenfesten, Wochenmärkten und privaten Feiern für hohe Aufmerksamkeit sorgen – so stellten wir uns das vor. Und tatsächlich, ein solches kleines Gefährt war im Internet zu finden! Froschgrün, kompakt und knuffig sah es aus und hatte damals den Namen Freddie. Nur leider, wir konnten uns zunächst nicht mit dem Verkäufer auf einen Preis einigen, der für uns in der Anfangsphase darstellbar war. So arbeiteten wir zunächst mit schlichten Tapeziertischen und einem Pavillon, wenn wir Auftritte hatten und beobachteten Freddie weiter sehnsüchtig.

Ein Jahr später, wir hatten durch Verkäufe einiges an Geldern erwirtschaftet, war das Mobil immer noch zu haben und im zweiten Anlauf konnte Einigkeit über den Verkaufspreis erzielt werden. Nun musste Freddie nach Kaarst überführt werden, und da das kleine Mobil eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h bei Rückenwind hat, kam nur eine Überführung auf dem Anhänger in Frage. 

Das war dann das erste von vielen Abenteuern, die wir mit dem kleinen grünen Frosch erlebt haben. Seinen regelmäßigen Standort hatte er auf dem Wochenmarkt in Kaarst, außerdem haben wir Vereins- und Privatfeiern, Straßenfeste und Events im weiteren Umkreis beschickt, waren eine viel-fotografierte Attraktion und konnten PAUL kocht damit schon einiges an Bekanntheit verschaffen. Und jede der Fahrten war ein Erlebnis, denn die Fahreigenschaften und der Eigensinn unseres kleinen Gefährts haben  uns so manches Mal den Puls hochgetrieben.

Dann kam die Pandemie. Das Mobil stand ein Jahr lang ohne Aufträge da, ein Ende der Einschränkungen war nicht in Sicht und so haben wir unseren kleinen grünen Gefährten mit einer Träne im Knopfloch weitergegeben. Die neuen Besitzer gaben ihm einen neuen Anstrich und einen neuen Namen, und so wurde aus dem Frosch eine Kröte, die jetzt für Andere im Einsatz ist. 

Pia – Meine (fast) 10 schönsten Momente bei PAUL kocht

Wir haben Pia gefragt – Nenne uns deine Top 10 schönsten Momente bei PAUL kocht 

Dem ein oder anderen kommt dieser Satz sicherlich bekannt vor 🙂 #Familienduell 
  1. Mein erster Arbeitstag bei PAUL kocht. Ich war total nervös, aber ich habe mich direkt sehr aufgenommen und sicher gefühlt. 
  2. Meine eigenen Messer. Ein schöner Moment für mich war, als ich von unseren Köchen meine eigenen Messer bekommen habe. 
  3. Es ist jeder Willkommen. Ich fande es schön, endlich zu hören und merken, dass man akzeptiert wird, so wie man ist und egal wer man ist. 
  4. Meine Wochenkarte. Ich habe mich so GROß gefühlt, als ich meine eigene Wochenkarte planen und schreiben durfte. 
  5. Unsere Gäste. Es ist immer wieder sehr schön von unseren Gästen zu hören, dass das Essen so lecker ist, dass sie sehr gerne wiederkommen. 
  6. PAULs Stammgast. JEDEN Dienstag besucht uns ein Stammgast. Das gesamte Team bekam zu Weihnachten selbstgemachte Pralinen.
  7. Ordnung im Vorratskeller. Unser Vorratskeller/Trockenlager musste sortiert werden. Unser Küchenchef war erstaunt, wie gut und ordentlich es aussieht. 
  8. Gekochte Sahne. Als ich das erste Mal Panna Cotta selbst und ganz alleine zubereiten durfte, war ich selbst ganz stolz auf mich. 
  9. Ein Arbeitstag ohne Küchenchef. Unser Koch war erkrankt und ich “alleine” in der Küche. Diesen Arbeitstag habe ich gut geschafft. Danach war ich echt stolz auf mich. WIR HABEN ALLE IM TEAM GEARBEITET! 
  10. Punkt 10. Mein Punkt 10 ist eigentlich mein Punkt 1! Mein Traum war es, bei PAUL kocht zu arbeiten. Deshalb habe ich einen Brief geschrieben. Und das ist dann die nächste Story von mir… 
Übersicht
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